Chronik der TGS

1896

Der heutige Vereinsname der TGS beinhaltet das Gründungsjahr.
Es war eine Handvoll Männer, die am 2. August des bewussten Jahres im Gasthaus ‘Zum Löwen’ die ‘Turngesellschaft Walldorf’ gründeten.

1903

Die zwischenzeitlich restaurierte und deshalb in gutem Zustand noch heute im Vereinsheim zu besichtigende Vereinsfahne wird auf dem Festgelände ‘Unter den Eichen’ (heute Kfz-Händler/-Vertragswerkstatt) geweiht.

1909

Konrad Emmel, seit 1905 Turnwart des Vereins, führt Faustball ein. Deshalb noch heute das jährlich stattfindende ‘Konrad-Emmel-Turnier’.

1913

Es wird eine Fußballabteilung mit dem Namen ‘Amezitia’ gegründet. Fußball ist als ‘Turnspiel’ nicht anerkannt, wird deshalb von der Deutschen Turnerschaft und vielen anderen Fachverbänden heftig bekämpft. Die Abteilung besteht nur bis 1922.

1923

In der TGS wird – aus den Reihen des evangelischen Jugendvereins und Turnern der TGS – eine Handballabteilung gegründet. Alles ist noch sehr bescheiden. Der einzige Ball der Abteilung, ein Kleinod, wird gehütet wie ein Schatz.

1924

Die Emanzipation greift um sich. Frauen und Kinder können (dürfen) in der TGS erstmals turnen.

1926

Die erste Handballmannschaft erreicht die höchste Spielklasse Deutschlands. Fünf TGS-Spieler werden in Auswahlmannschaften berufen. Ein Jahr später bildete sich die erste Jugendmannschaft. Handball erlebt in der TGS einen ersten Höhepunkt.

1931

Die Gemeinde stellt den damals drei Sportvereinen, dem Turnverein Walldorf (heutige SKG), dem Sportverein ‘Victoria 1914? (heute SV Rot-Weiß Walldorf) und unserer TGS, neue Flächen für den Sportbetrieb zur Verfügung. Die Sportplätze im Bereich der Okrifteler Straße blieben grundsätzlich bis heute unverändert. Unsere 400-Meter-Bahn war damals eine der schnellsten im Kreisgebiet (Diese Laufbahn wurde im Rahmen der Sportgelände-Neugestaltung -2003- durch eine 110m-Laufbahn ersetzt).

1933

– 1945
Eine unseelige Zeit. Das Vereinsleben in alter Form wird zerschlagen. Über die Kriegsjahre ist wenig überliefert.

1945

Alle ehemaligen Walldorfer Vereine müssen sich in der ‘Sport- und Kultur-Gemeinschaft Walldorf’ (SKG) zusammenschließen. Was in Mörfelden mit der Gründung der SKV bestens funktioniert, ist für Walldorf kein Modell.

1947

Es kommt zur Spaltung der SKG und die TGS gründet sich neu. Noch im gleichen Jahr wird das Sportgelände wieder hergestellt.

1953

Die ‘Schützenabteilung’ wird gegründet. Zunächst stehen im ‘Löwen’ vier, nach dem Umzug noch im gleichen Jahr in den ‘Adler’, stehen sechs Schießbahnen zur Verfügung.

1956

Durch den Wechsel des Clublokals und Wegfall des Saals im ‘Löwen’ gerät die TGS in eine schwere Krise. Im ‘Adler’ wird eine neue Bleibe gefunden.

1963

Die TGS-Jahreshauptversammlung beschließt am 27. April den Bau eines Vereinsheimes. Die Stadt Walldorf hilft sowohl beim Grundstückserwerb wie auch durch den teilweisen Erlass der Anliegerkosten. Bereits im August ist Grundsteinlegung, Richtfest wird im November gefeiert. Der ganze Rohbau entsteht durch Eigenhilfe der Mitglieder.

1964

Das neue Vereinsheim an der Okrifteler Straße wird eingeweiht und zum neuen Herzstück des Vereins. Auch die Sportschützen errichten ihren neuen Schießstand. In gleichem Jahr steht die neue Schulturnhalle der ‘Wilhelm-Arnoul- Schule’ auch dem TGS-Sportbetrieb zur Verfügung. Das alles bewirkt einen mächtigen Schub für das ganze Vereinsleben.

1966

Die ‘Leichtathletik-Abteilung’ wird als eigenständige Sparte aufgebaut und löst sich aus dem turndominierten Hauptverein.

1967

Die TGS gibt am 30. Juni erstmals Vereinsmitteilungen für ihre Mitglieder heraus. Damit war die Idee des ‘TGS-Echos’ geboren. Männer der ersten Jahre waren insbesondere Wolfgang Cezanne und Wilhelm Jourdan.

1969

Die ‘Turnabteilung’ wird eigenständig und damit eine von mehreren Sparten der TGS. Erster Abteilungsleiter wird Wilhelm ‘Seppi’ Cezanne. In die Amtszeit des heutigen Ehrenvorsitzenden der Turnabteilung fällt die Entwicklung des ‘Breiten- und Freizeitsports’. Damit verbunden ist ein erfreulicher Mitgliederaufschwung. Bald schon wird die Turnabteilung größer als jeder andere Verein in Walldorf sein.

1970

Die Leichtathletik-Anlagen auf dem TGS-Sportgelände werden völlig erneuert.

1971

Das Vereinsheim wurde umgebaut und erweitert. Erstmals öffnet das ‘Sportcasino’. Gleichzeitig stehen auch die Kegelbahnen im Keller des Vereinsheimes zur Verfügung. Bedeutsame Schritte in die richtige Richtung. Die Turnabteilung wächst auf über 500 Mitglieder. Sieben Handballer gründen Anfang des Jahres mit dem ‘Skiclub’ eine weitere neue TGS-Abteilung.

1972

Alfred Heymann, ein Aikido-Fachmann par excellence, gründet Anfang Sepember mit der Sparte ‘Aikido’ eine ebenfalls neue Abteilung.

1975

Die Turnabteilung veranstaltet zum ersten Mal die Stadtmeisterschaften in der Leichtathletik. Dieses jährliche Sportfest gehört noch immer zum festen Jahresprogramm der Abteilung.

1976

Mit der Wanderabteilung wird wieder eine neue TGS-Sparte aus der Taufe gehoben. Herbert Münch war der leitende Mann der ersten Wanderjahre. Aber nicht nur hier hoch-erfahren, auch als Handball-Schiedsrichter mit Bundesliga-Einsätzen stand er seinen Mann. Das TGS-Echo entwickelt sich zu einer niveauvollen Vereinszeitung. Die Vereinsstruktur wird mit dem Ziel eines ‘Mehrspartenvereins’ völlig verändert. Die Abteilungen erhalten einen eigenen Etat, über den sie selbständig beschließen können. Die TGS stellt ihre Mitgliederverwaltung auf EDV um.

1978

Gerti Petri, eine ehemalige Hochleistungsturnerin, beginnt mit dem Aufbau einer Geräteturngruppe für Mädchen. Sechs Jahre später turnen die Mädels an der hessischen Spitze ganz vorne mit.

Die Handball-Abteilung erlebt ihre letzte Feldhandball-Saison.

1979

In einer weiteren Sparte formieren sich die Anhänger des ‘weißen’ Sports. Im Innenrund der 400-Meter-Bahn werden 3 Tennisplätze geschaffen.

1980

Die Skatabteilung wird gegründet und ist damit bereits die 10. Sparte des Vereins.

1981

Unter dem Dach der Sportschützen bildet sich eine Gruppe von ‘Bogenschützen’. Sie bleibt – bis heute – integrierter Teil der Sportschützen.

1982

Im August wird die ‘Sporthalle Walldorf’ (gegenüber der Feuerwehr) fertig. Für viele Sportgruppen verbessern sich die Trainingsbedingungen merklich. Die Turnerinnen können erstmals auf einer 12 x 12 Meter großen Bodenfläche üben. Im gleichen Jahr wird das ‘FEZ-Festival aus der Taufe gehoben. Mit Stadtralyes, Geländespielen, Nachtwanderungen und am Lagerfeuer wird Jugendarbeit der anderen Art praktiziert. Es wird in den Folgejahren zu einem wichtigen Markenartikel der TGS.

1983

Großartiges Handballjahr: Die Männermannschaft steigt in die Oberliga auf. In der Pokalrunde spielt sich die gleiche Mannschaft bis auf Bundesebene hoch.

1984

Am 14. November gründet Horst Drogies mit der Tanzsportabteilung die elfte und für zehn Jahre die jüngste TGS-Sparte. Das TGS-Echo gewinnt bei einem Wettbewerb des Landessportbundes Hessen unter 180 Einsendungen den 4. Platz. Ein stolzes Ergebnis.

1985

Sylvia Eichler belegt bei den Hessischen Einzelwettkämpfen im Gerätturnen den 1. Platz. Eine großartige Leistung, bei der insbesondere Gerti Petris Arbeit als Trainerin Früchte trug. Der große Saal des TGS- Vereinsheims wird umgebaut und u.a. für die Tanzsportgruppe mit einer Spiegelwand versehen. Zusätzlich entsteht der Clubraum sowie das Vorstandszimmer. Auf dem TGS-Sportgelände werden neue Dusch- und Umkleideräme geschaffen.

1986

Mit Jahresbeginn verfügt die TGS über eine ‘Außenstelle’ im Kleinwalsertal. Die in der Nähe von Riezlern gepachtete Hütte wird mit großem Engagement und unter der sehr kompetenten Federführung von Peter Cezanne renoviert und verwaltet.

1988

Roland Förstner gründet den ‘Lauftreff’, zunächst als Teil der Turnabteilung. Später wird diese Gruppe den Leichtathleten zugeordnet. Zwischenzeitlich ist Hermann Kinkel für den sportlichen und auch organisatorischen Ablauf zuständig.

1989

Auf der TGS-Jahreshauptversammlung werden die Weichen für den Bau einer Vereinssporthalle gestellt. Es war bis zur endgültigen Fertigstellung des Gesamtprojektes – im Juni 1996 – noch ein weiter Weg.

1990

Wechsel der TGS-Hütte im Kleinwalsertal. Eine größere und auch komfortablere Hütte wird in Mittelberg-Bödmen gepachtet. Für viele Gruppen wird der jährliche Ausflug ins Kleinwalsertal zur festen Tradition.

1992

Das ‘Kurssystem’ wird als neue Leistung innerhalb der Turnabteilung eingeführt. Es ermöglicht auch Nicht-Mitgliedern an vorwiegend gesundheitssportlichen Angeboten gegen Entrichtung einer Kursgebühr teilzunehmen. Das TGS-Programm im Gesundheitsbereich wird weiter akzentuiert. Die Handball-Damen steigen unter der Betreuung von Trainer Marcus Pons in die Oberliga auf, ihr bis dahin größter Erfolg.

1991

Großaufgabe für die TGS: Die Deutsche Turnerjugend, zusammen etwa 2.000 Personen, treffen sich in der Doppelstadt. Die TGS organisiert nicht nur die Wettkämpfe, sie sorgt auch für die Quartiere und Verpflegung. Alles wurde bestens gemeistert. Ria Schrader und Doris Neumann rufen erstmals eine Sportstunde mit dem Inhalt ‘Wirbelsäulengymnastik’ ins Leben. Damit öffnet sich die TGS dem Gesundheitssport, der in den Folgejahren stark an Bedeutung gewinnt.

1993

Erstmals werden zum Jahresbeginn sämtliche Übungsleiter vom Vorstand zu einem feierlichen ‘Neujahrsempfang’ geladen. Dies wird bis heute zum festen Repertoire eines jeden Sportjahres und dient als zwangloses Forum für den Meinungsaustausch zwischen Übungsleitern und Vorstand sowie auch als kleines ‘Dankeschön’ für die Übungsleiter, ohne die ein Sportverein nicht funktionieren könnte. Die Krankenkasse (AOK) fördert Vereinsprojekte im Gesundheitssport und erstattet ihren Mitgliedern die Gebühren für die Teilnahme an solchen Programmen voll zurück. Eine außerordentliche TGS-Jahreshauptversammlung beschließt verbindlich den Bau des TGS-Sportzentrums. Baubeginn ist ein halbes Jahr später.

1994

Die TGS wächst weiter: Als 12. selbständige Sparte wird Judo unter der Federführung von Werner Müller in das Sportprogramm aufgenommen. Eine baulich bravouröse Aktion ermöglicht die um zwei Jahre vorgezogene Inbetriebnahme einer auf das Sportzentrum aufgesattelten Dreifeld-Tennishalle.

1995

Das Ehepaar Hilma und Peter Schindling vom Skiclub nehmen am ‘Ironman’ auf Hawaii teil. Hilma erzielt mit 12:38:44 Stunden einen hervorragenden 9. Platz in der Altersstufe W40, Peter mit 11:31:49 Stunden einen sehr guten 5. Platz in der M50.

1996

Die TGS feiert mit einem großen Fest ihren 100. Geburtstag. Zusammen mit einer akademischen Feier wird das neue Sportzentrum eingeweiht und in Betrieb genommen. Durch Steigerung der Räumlichkeiten sowie des Sport- bzw. Leistungsangebotes wird der anstehende und künftige Verwaltungs- und Koordinationsaufwand so groß, dass dies ‘ne-benbei’ nicht mehr zu bewältigen ist. Mit Monika Cezanne wird eine neu geschaffene ‘TGS-Geschäftsstelle’ während fixer Zeiten personell besetzt. Mit Inbetriebnahme des TGS-Sportzentrums und dem hiermit verbundenen Zugewinn an Hallenkapazität bietet sich die Möglichkeit, eine weitere Sportart in das Leistungsangebot der TGS aufzunehmen. Noch im November des gleichen Jahres bildet sich als 13. Sparte eine ‘Basketball’-Abteilung.

1997

Die Turnabteilung ist zwischenzeitlich auf über 1.500 Mitglieder angewachsen. Diese Sparte in dieser Größenordnung stellt bereits ein ‘Großverein’ mit den ganzen Vor- aber auch Nachteilen dar. Die sportlichen Inhalte und damit die Interessen sind bereits so verschieden, dass eine Trennung in selbständige Gruppen für zweckmäßig erachtet wird. Die Jahreshauptversammlung der Turnabteilung votiert deshalb für eine Neustrukturierung. Folgende Sportarten werden ausgegliedert und künftig als eigenständige Abteilungen geführt: ‘Gymnastik- und Gesundheitssport’, ‘Breiten- und Freizeitsport’ sowie das ‘TOP-Fitness-Studio’. Hiermit verfügt die TGS über 16 selbständige Sparten. Ein wahrlich bunter Strauß sportlicher Aktivitäten.

1998

Die TGS-Mitgliederzahl hat die 3.000-er Grenze bereits überschritten. Diese Größenordnung ist mit der bisherigen Führungsstruktur nicht mehr optimal zu bewältigen. In einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung wird über eine neue Vereinssatzung sowie eine neue, moderne Organisationsform entschieden. Die TGS entscheidet sich mehrheitlich für das ‘Präsidialsystem’. Die Handball-Abteilung feiert mit einer Festwoche ihr 75-jähriges Bestehen. Die Turner-Mädels werden im Gerätturnen Hessenmeister.

1999

Die erste Delegiertenversammlung, eine Zusammensetzung aus Wahldelegierten aller Abteilungen sowie Delegierten kraft Amtes (Gesamtvorstand und Ältestenrat), wählte für zwei Jahre das neue TGS-Präsidium sowie den ‘Erweiterten TGS-Vorstand’. Pia Schellhaas wird in der Altersgruppe W14 mit 2,50 m Hessenmeisterin im Stabhochsprung in der Halle.

2000

Die TGS wächst weiter: Zum Jahresbeginn lag die Mitgliederzahl bei 3.501 Personen. Für den Fitness-Bereich wird ein Erweiterungsbau in Angriff genommen. Fertigstellung bis zum Jahresende beabsichtigt. Die Ausnahmeathletin Pia Schellhaas wird mit jetzt schon 3,10 m erneut Hessenmeisterin ihrer Altersklasse in der Halle. Ein weiteres High-Light bei den Leichtathleten: Timo Jaworr wurde bei den Wettkämpfen der A-Jugend erstmals Hessenmeister im Zehnkampf.

2001

Mit Aufgabe der Basketball-Sparte Anfang des Jahres, die jungen Leute orientierten sich anderwärts, reduzierte sich die Zahl der Abteilungen auf nunmehr 15. Trotzdem entwickelte sich der Mitgliederstand mit insgesamt 3.703 Personen (1/01) entgegen dem allgemeinen Trend mehr als erfreulich. Mit dem Wegzug des Ehepaares Heymann aus Hessen verliert die TGS und hier insbesondere natürlich die Aikido-Abteilung zwei ganz herausragende Persönlichkeiten dieses Sports. Am 11. Februar wird Neubau und Umgestaltung des Fitness-Studios in Betrieb genommen. Kurze Zeit später werden die ersten Überlegungen zur Neugestaltung des TGS-Sportgeländes angestellt. Eine überschlägige Kalkulation geht für diese Maßnahme von einem Mittelbedarf von mind. 540 TEuro aus. Colina Kirchgeßner wurde im Geräteturnen in Ihrer Altersklasse (Jg. ’91 und jünger) Hessenmeisterin. Die gleiche Leistung errang das Wettkampfteam der Leichtathleten: Hier wurden Florian Gebauer, Simon Schellhaas, Florian Sieber, Ralf Maier und Markus Höring Hessenmeister der A-Jugend-Fünfkampfmannschaften sowie Timo Jaworr Hessischer Juniorenmeister im Zehnkampf.

2002

Die Delegiertenversammlung stimmt der Neugestaltung unseres Sportgeländes zu. Mit einer Realisierung dieses Vorhabens wird auf die 400m-Laufbahn verzichtet. Diesbezügliche Wettkämpfe sind künftig im Verbund mit der SKV-Mörfelden im dortigen Stadion durchzuführen. Für Laufwettbewerbe, u.a. für den hiesigen Schulsport, wird die Einrichtung einer 110m-Bahn für ausreichend erachtet. Im Laufe des Jahres überschritt der Mitgliederstand die 4.000-er Marke. Die TGS ist nunmehr der mitgliederstärkste Sportverein im Kreisgebiet.

2003

Dies war das Jahr des Wechsels innerhalb der Vereinsführung. Peter Emmel, bisheriger Präsident der TGS, Rainer Cezanne, unser Schriftführer, sowie Jürgen Schmidt, unser langjährige Kassierer, stellten sich aus persönlichen Gründen zu einer Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Es waren teilweise Altersgründe, aufgrund langjähriger Vereinstätigkeit auch eine gewisse ‘Amtsmüdigkeit’ oder auch geänderte Prioritäten hinsichtlich der Freizeitgestaltung, die zu diesem doch einschneidenden Schritt Veranlassung gaben. Roland Förstner, bislang als Vizepräsident und für Sport zuständige Fachmann, übernahm das Präsidentenamt, Horst Bauer stellte sich als Vizepräsident Sport zur Verfügung, Iris Wagner fungiert künftig als Schriftführerin und Ursula Dechant übernahm die Funktion der Kassiererin. Erfreulicherweise ein Wechsel ohne negative Begleitumstände. Ebenfalls erfreulich war der Abschluss der in 2002 begonnenen und mit einer Investitionssumme von ca. 500.000 Euro getätigten Umbaumaßnahmen unseres Sportgeländes. Das Ganze wurde am 14. September mit einem Fest unter Teilnahme prominenter Gäste wie auch einer Vielzahl junger und älterer Vereinsmitglieder aus den verschiedensten Abteilungen gefeiert.

2004

Ein Jahr mit viel Hintergrundarbeit im Bereich Zuschüsse durch Land und Kommune, Versicherungen und allgemeine rechtliche Fragen innerhalb des Vereines.
Die Stadt kürzt nach 2003 auch in 2004 die Vereinszuschüsse wieder um 20 %. Dies engt den Finanzspielraum auch für die Folgezeit ein.

Nach langen Diskussionen mit teilweise unerfreulichen Nebengeräuschen konnte auf Verlangen des Landes Hessen ein neuer Pachtvertrag für das Vereinsgelände ausgehandelt werden. Damit konnten die letzten Zuschüsse für die Umgestaltung des Sportgeländes eingefordert werden.

Die Tennisabteilung feiert 25-jähriges Jubiläum; die Feier litt unter schlechtem Wetter.

Am Jahresende 2004 hatten wir ein plus von 144 auf 4321 Mitglieder und sind dameit einer der größten Sportvereine im Land.

2005

2005 war geprägt von den Vorbereitungen zu dem geplanten Anbau unseres Sportzentrums, der Renovierung der Gaststätte, den Hallengesprächen der Stadt Mörfelden-Walldorf, der sportlichen Entwicklungen in der Handballabteilung und des Aufbaus der Kinder-Sport-Schule.
Die Mitgliederzahl der TGS ist im abgelaufenen Jahr um 123 Sportler, auf jetzt 4444, gestiegen. Damit sind annähernd 15% der Einwohner der Stadt Mörfelden-Walldorf Mitglied in der TGS.
Zur Zeit beschäftigen wir 4 Personen auf Teilzeitbasis und weitere 4 Personen mit einem Minijobvertrag, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Zur Unterstützung haben wir zusätzlich zum ersten Mal seit September 2005 eine Stelle für das Soziale Jahr beantragt. Diese Stelle konnte auch sofort besetzt werden.
Im Sommer 2005 wurde nach langer Vorbereitung das Sportcasino, unsere Vereinsgaststätte, in einer 14tägigen Aktion renoviert. Mit einer kräftigen finanziellen Unterstützung der neuen Brauerei sind insgesamt 75.000 € investiert worden. Es wurde auch der Pachtvertrag mit der Wirtin um weitere 6 Jahre verlängert.
In der letztjährigen Delegiertenversammlung haben wir Ihnen ein Konzept zu einer Erweiterung des Sportzentrums vorgestellt. Bereits im September 2005 haben die Stadtverordneten der Stadt Mörfelden-Walldorf einen verbindlichen Beschluss für einem Zuschuss von 20% des Bauvorhabens gefasst. Eine Mitgliederversammlung am 8. März diesen Jahres hat eine eindeutige Zustimmung der Mitglieder erbracht. Damit sind alle Voraussetzungen geschaffen, bereits 2006 das Projekt in Angriff zu nehmen.

2006

Der Hessische Innenminister, Volker Bouffier, überreichte persönlich, Ende August, den Bescheid über die Summe von 150.000 €. Dies war gleichzeitig der Startschuss für den Baubeginn. Auch von den Gremien der Stadt und des Kreises wurden die Zuschüsse aufgrund der anerkannten, aktualisierten Baukostenberechnung nach oben korrigiert.

Die Zahl unserer Mitglieder ist zum Jahresende 2006 auf 4504 angestiegen.

Seit März gibt es nun in der TGS eine Tanzsport Abteilung – Standard Latein – diese wird geleitet von Manfred Bäppler. Die zweite Abteilung trägt den Namen: Jazz and Modern Dance. Abteilungsleiterin ist dort Kerstin Rowolt.

Im Mai 2006 wurde einer Vorstandsdelegation, auf dem Sommerfest des Landessportbundes, zum 2. Mal der Heinz-Lindner-Preis für hervorragende Vereinsangebote überreicht.

Neue Wege haben wir auch mit unserer Kindersportschule, kurz KiSS, beschritten. Am 17.01.2006 starteten wir mit 2 Gruppen und 40 Kindern. Nach einem Zwischenschritt auf 3 Gruppen wurde die KiSS nach den Sommerferien auf 5 Gruppen, mit derzeit 75 Kindern erweitert. In diesem Jahr, ab September, sollen 2 weitere Gruppen hinzukommen, wenn es nicht am leidigen Thema Hallenraum scheitert.

2007

Die Bauarbeiten für den Anbau gehen voran, aber nicht so schnell wie gedacht.  Ab Mitte des Jahres waren dann auch die Mitglieder gefragt, das Projekt mit Arbeitseinsätzen zu unterstützen. So kamen 2000 Arbeitsstunden zusammen. Mit Leben wurde das neue Gebäude bereits zum Jahreswechsel gefüllt, wenn auch noch nicht alles fertig war. Das Platzbedarf und die Erwartungen waren da.

Zum Jahresschluss 2007 zeigte die Statistik 4523 Mitglieder.

Eine neue Herausforderung stellt sich den Vereinen und damit natürlich auch uns. Der Ausbau der Ganztagsschulen wird von den politisch Verantwortlichen als Chance für die Vereine gepriesen. Zuerst jedoch bringt es Risiken und Einschränkungen mit sich.

Gründung einer Handball Spielgemeinschaft mit der SKV Mörfelden. Damit wurde es für alle Wettkampfinteressierte möglich, in den Ligen zu spielen.

2008

Die EDV zählte 4530 Personen in der TGS, sieben mehr als im Jahr zuvor. 730 Austritte standen 737 Eintritten gegenüber. Das entspricht einer Fluktuation von etwa 16%. Bei den Jugendlichen bis 20 Jahre waren es am 31.12. leider 60 weniger in unserem Verein.
Mit der Inbetriebnahme des Bewegungszentrums, haben wir einen weiteren Schritt zur Unabhängigkeit bei den Sporträumen gelegt. Im Jahresverlauf 2008 wurden die 3 Stockwerke voll ausgelastet. Die Bewährungsprobe kam dann im Sommer bei einem Wochenende mit Veranstaltungen auf dem Sportgelände, einem vollen Fitness-Studio und noch dazu mit gleichzeitigem Lehrgangs- und Trainingsbetrieb im Seminar- und Bewegungsraum. Der Anbau war randvoll und platzte aus allen Nähten.
Auch unser breites Sportangebot ist 2008 um eine weitere Stilrichtung bereichert worden. Eine dritte Tanzsparte hat sich in der TGS gefunden und als Abteilung gegründet. Seit Oktober bieten die Dancing Diamonds, Squardance, Linedance und Clogging erfolgreich in der TGS an und das nicht nur im Westernstil.
In einer Mitgliederversammlung stimmten die anwesenden Mitglieder einer Satzungsänderung zu. Auch kann ein Geschäftsführer vom Präsidium eingestellt werden oder ein Vorstandsmitglied zum hauptamtlichen Geschäftsführer bestellt werden. Eine längst überfällige Maßnahme für einen Verein mit 4500 Mitgliedern.

2009

Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt durch eine Vielzahl großer Veranstaltungen, Optimierung unserer Verwaltungs- und Organisationsarbeit sowie ausserordentlichen sportlichen Erfolgen.

4535 Mitglieder war der Jahresendstand, was immerhin noch eine Steigerung um 5 Mitglieder bedeutet. Die Faustabteilung hat sich 2009 als eigenständige Abteilung aufgelöst. Gleichzeitig hat sich unsere neue Abteilung, Dancing Diamonds, gut in das Vereinsleben integriert und ist auf 60 Mitglieder angewachsen.
Im Oktober hat sich eine Basketballgruppe der Breitensportabteilung angeschlossen, bereits  jetzt umfasst diese Sparte ca. 30 Kinder und Jugendliche. Die Kinder-Sport-Schule der Turnabteilung ist noch einmal um eine weitere Gruppe, auf 7 angewachsen. Hier werden derzeit 120 Kinder betreut.

Unser Vorstandskollege Lutz Scheibe, erhielt für seine lange Ehrenamtliche Arbeit für den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Der Jugendausschuss, unter der Leitung des neuen Jugendwartes Heiko Friedrich, hat im Herbst den Tigsi-Kinder und Jugendclub ins Leben gerufen.

Roland Förstner wird im Juli als hauptamtlicher Geschäftsführer berufen.

2010

Die Mitgliederentwicklung war 2010 mit 4540 Mitgliedern zum Jahresende konstant und mit  + 5  war die Gesamtmitgliederzahl nahezu ohne Veränderung. Innerhalb der Abteilungen gab es jedoch höchst unterschiedliche Bewegungen. Sehr erfreulich ist die Entwicklung aller drei Tanzsparten, die deutliche Zuwächse zu verzeichnen haben.

Bei den Liegenschaften lag unser Augenmerk im abgelaufenen Jahr auf der Sanierung der Sanitäranlagen des Sportzentrums. Nach der Bewilligung eines Zuschusses vom Innenministerium in Höhe von 50.000 € stand die Finanzierung und die Arbeiten konnten am 30.05. beginnen. Am Umbau der Duschen wurden ca. 1.000 Arbeitsstunden von 49 Personen geleistet; das war toll; 650 Stunden davon allerdings alleine von 10 Leuten.

Im Sommer, zwischen den Veranstaltungswochenenden, zerstörte ein Sturm leider unsere gesamten aufgestellten Zelte.

2011

Die Gesamt-Mitgliederzahlen mit 4545 zum Jahresende stabil.
In der letzten Delegierten-Versammlung haben wir hier gemeinsam eine Beitragserhöhung beschlossen. Trotz dieser Beitragserhöhung betragen die Grundaktuelles jedoch nur 32% unserer Gesamteinnahmen.
Die vom Gesamtvorstand und Hauptausschuss beschlossene Finanzordnung ist ein Meilenstein für die Verwendung von Vereinsmitteln in allen Bereichen. In dieser Ordnung wurden die Finanzabläufe, Zuständigkeiten, Fristen und auch die Kontrollmechanismen festgeschrieben. Sie ist ein Leitfaden, der die Kassierer aber auch alle Vorstandsmitglieder und insbesondere alle Kassenprüfer unterstützt.

Von den drei geplanten Baumaßnahmen 2011 wurden das Vordach am Bewegungszentrum und die Zwischendecke im Fitness-Studio realisiert. Beide Projekte haben uns in Arbeitsleistung, unseren Zeitplan als auch in unserer Finanzkraft so in Anspruch genommen, dass wir das dritte Vorhaben, eine Behindertentoilette im Foyer, nicht mehr umsetzen konnten.
Zusätzlich wurde als Großgerät ein Action-Center in der TGS Halle eingebaut, das bei den Kindern eine große Akzeptanz und viel Spaß erkennen lässt. Eine zusätzliche Förderung konnte durch Spenden hierfür erreicht werden.

Mit der Bertha-von-Suttner-Schule wurde eine Kooperation für eine Zusammenarbeit bei der Ganztagsschule geschlossen. Bei der Umsetzung gibt es leider noch Anlaufschwierigkeiten.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Vorstandsentscheidung, das Vereinsheim zu sanieren. So ist im Dezember, nachdem wir vom Land Hessen die Zusage für einen Zuschuss im Jahre 2012 erhalten haben, unsere klare Entscheidung für die Sanierung des Vereinsheims gefallen.

2012

Die Mitgliederzahl der TGS ist seit 15 Jahren erstmalig zurück gegangen. Mit einem Minus von 51 ist es sicherlich nur eine geringfügige Veränderung nach unten; Für alle Altersschichten ist festzustellen, dass die durchschnittliche Verweilzeit im Verein geringer geworden ist. Sowohl Kinder als auch Erwachsene wechseln öfter und auch schneller die Interessen und dazu dann auch den Verein. Eine Vereinszugehörigkeit hat für viele Menschen und erst recht für Kinder, nur einen geringeren Stellenwert, als noch vor 20 oder 30 Jahren.

Als Vorbereitung der Sanierung des Vereinsheims wurde im Juli die Kegelbahn geschlossen und im Herbst zum Sportraum umgebaut. Dort werden ab Januar 2013 diverse Sportangebote ersatzweise verlagert, die zuvor im Spiegelsaal stattfanden.
Erst im November kam der Ministerialdirigent Professor Zielinski, um die Förderung für die Sanierung des Vereionsheimes der TGS zu überreichen. Er brachte einen Bescheid über 180.000 € mit.

Bereits Anfang des Geschäftsjahres 2012 feierte die Fitness-Abteilung 15 Jahre Bestehen.
40 Jahre Aikido in der TGS und fast alle „ehemaligen“ Trainer und Weggefährten waren angereist, um dabei zu sein.

Sportgala – Diesmal ging es in den Dschungel  – „Jangala“ war das Thema. „Grandios“, war die allgemeine Resonanz der Zuschauer nach zwei Vorstellungen.

2013

Kurz nach Beginn der Sanierungsarbeiten wurde die Baustelle von den Behörden geschlossen. Das Fundament des alten Vereinsheimes war nicht so, dass das geplante Projekt durchgeführt werden konnte. Nachdem im Frühjahr 2013 die Entscheidung gefallen war, statt einer Sanierung einen Neubau zu erstellen, war klar, dass sowohl der Zeitplan als auch der erste Finanzplan hinfällig war. In einer Mitgliederversammlung wurde ein angepasster Finanzplan verabschiedet und zugleich das veränderte, das „neue“ Projekt vorgestellt.
Nach der neuen Baugenehmigung kam im April wieder Schwung in die Baustelle und es war Baufortschritt zu erkennen. Mit Ende der Ferien kam das Gebälk und Dach und es ging voran. Die Baustelle konnte über die Weihnachtstage etwas austrocknen.

Trotz Bau, Dreck und Umwege haben wir versucht, unseren Sportbetrieb und die Veranstaltungen auf dem Sportgelände, wie gewohnt, soweit es denn ging, durchzuführen. Beinahe hätte auch alles wie geplant geklappt, wenn nicht unser Sportplatzfest durch ein Unwetter fast im Wasser untergegangen wäre und eine Woche später ein starker Sturm die Zelte am Tag vor dem Beach-Handballturnier zerstört hätte.

Von 4494  auf 4451 sank die Mitgliederzahl zum Jahresende 2013.
Die Bogenschützen haben eine eigene Abteilung gegründet und sich somit von den Sportschützen getrennt.
Mit Ende der Sommerferien sind wir mit der Wilhelm-Arnoul-Schule eine Kooperation zur Ganztagsschule eingegangen.

Die Wanderhütte im Walsertal ist wegen geringer Nachfrage der Mitglieder gekündigt.

2014

Im Mai konnte unser neues Vereinsheim eingeweiht werden. Der Planungsansatz von € 1.660.000 musste nur um ca. € 74.000 überschritten werden. Weiter Zusatzkosten für Ausstattung werden durch Brauerei und Spenden gedeckt.
Die Nutzung des Gebäudes wurde nach der Einweihung von den Abteilungen übernommen und angenommen. Neben dem wöchentlichen Sportbetrieb sind auch die Räume für Veranstaltungen von den Abteilungen als auch unserer Wirtin gut frequentiert worden.

Vom Gesundheitsamt hatten wir die Auflage, die Küche in der Gaststätte neu zu fliesen und die technischen Einrichtungen zu modernisieren.  Mit Beginn der Sommerferien war es soweit. Die neue Vereinsheimküche erlebte den ersten Belastungstest als Ersatz für die Gastronomie-Küche. Der Zeitplan für die Firmen war eng und das Küchenteam aus dem Casino war Spitze.

Kaum war eine Baustelle fertig, kam die nächste. Eine weitere ungeplante Investition war die Sanierung des Flachdaches über dem Eingang des Sportzentrums und des Sportcasinos. Es regnete immer mehr durch die Decke und nässte heftig in allen Räumen.

Zum Ende des Jahres kamen die ersten Flüchtlinge, die in Walldorf untergebracht sind, zur TGS um Sport zu treiben. Dies sind Schritte zu einer Integration in die Gesellschaft, in der sie jetzt leben, die wir gerne unterstützen.

Die Ski-Abteilung hat sich aufgelöst, behält aber das Sportangebot unter dem Dach der Gymnastikabteilung bei.

Die Übungsleitersituation ist trotz einem zahlenmäßig unveränderten hohen Stand in vielen Bereichen nicht gut, sie ist bei einigen Abteilungen schlichtweg unzureichend. Vor allem im Jugendbereich wie z.B. Turnen, Badminton, Hiphop, Basketball, JMD, können wir die Stunden nicht so abdecken, wie es notwendig wäre.

Im Verein ist die Zahl auf 4444  gesunken.

2015

Ein Jahr . . . .