Der Gerätturnnachwuchs im Hüttencamp im Gruselwald 2017

Turnen 10. November 2017

Wie gewohnt stand auch 2017 ein Turnzeltlager auf dem Terminplaner. Allerdings sollte das alljährliche Zeltlager dieses Mal ausnahmsweise nicht im Frühjahr sondern im Herbst stattfinden. Auch gezeltet wurde nicht wirklich, stattdessen wurden alle Vereine in Blockhütten untergebracht, was ein wenig komfortabler, aber nicht weniger spannend war, gerade weil es ja in den Gruselwald nach Michelstadt im Odenwald ging. Der Walldorfer Gerätturnnachwuchs im Alter von 6 bis 14 stellte mit 45 Teilnehmern dann auch die größte Gruppe unter den 200 Teilnehmern aus verschiedenen Vereinen des Turngaus Main-Rhein.
Freitags zum Auftakt gab es nach ersten Kennenlernspielen dann auch gleich ein Geländespiel im Halbdunkel mit vielen Glühwurmartigen Leuchteffekten und natürlich war auch viel Action garantiert, wenn sich 200 Nachwuchsturner in einem gemeinsamen Spiel tummeln und austoben durften. Der erste Abend klang dann nach gemeinsamen Abendessen mit einem großen Lagerfeuer mit Stockbrot verhältnismäßig ruhig aus.
An Tag zwei gab es ein buntes Tagesprogramm, so dass es niemandem langweilig wurde und für alle etwas dabei war. So gab es Bastelworkshops, bei denen die verschiedensten nützlichen oder auch weniger nützliche Dinge gebastelt und bemalt werden konnten und der Kreativität freien Lauf gelassen wurde. Außerdem gab es verschiedenste Spielangebote und auch eine riesige Hüpfburg und die allseits beliebte Airtrackbahn fand ihren Weg zur Turnjugend in den Odenwald, so dass getobt und geturnt werden konnte, was das Zeug hält. Nebenbei hatte auch jeder Verein noch die Aufgabe sich kreativ zu betätigen und sich für den Abschlusstag eine kleine Vorführung auszudenken und einzustudieren.
Der heimliche und gleichzeitig unheimliche Höhepunkt des Hüttencamps kündigte sich dann langsam nach dem Abendessen am Samstagabend an. Einige Walldorfer hatten dem schon entgegengefiebert und konnten es schon gar nicht mehr erwarten bis es endlich soweit war und in den dunklen Gruselwald zur Nachwanderung ging. Vorbei an gruselig dekorierten Stationen und Orten, aber auch manchmal mit der ein oder anderen Begegnung mit unheimlich verkleideten Gestalten bahnten sich die Mutigen ihren Weg durchs Dunkle und ließen sich nicht verschrecken bis man wieder am sicheren Lagerfeuer angekommen war und dann müde aber zufrieden ins Bett fiel.
Am Sonntag gab es dann noch als weiteren Höhepunkt zum Abschluss eine bunte Show, bei der sich jede Gruppe noch einmal vor den anderen Vereinen mit selbst einstudierten Vorführungen präsentieren durften und zeigen konnten, was man sich am Vortag ausgedacht und eingeübt hat. So durften sich alle kreativ beteiligen und etwas vorführen, aber gleichzeitig auch zuschauen und staunen, was die anderen Gruppen sich ausgedacht hatten.
Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht, es wurde ein spannendes Wochenende ohne Langeweile, dafür aber mit umso mehr Aktivitäten, nachdem nicht nur die Teilnehmer erschöpft aber glücklich den Nachhauseweg antraten, sondern auch der ein oder andere Betreuer eine Mütze Schlaf nachholen und etwas Energie auftanken musste. Also alles eindeutige Anzeichen einer gelungenen Fahrt.