Erfolgreiche TGS-Mannschaften bei den Gau-Mannschaftsmeisterschaften Gerätturnen männlich

Turnen 3. August 2015

In diesem Jahr wurden die Mannschaftsmeisterschaften des Turngaus Main-Rhein im Gerätturnen männlich noch bis kurz vor den Sommerferien ausgetragen. Der Abschluss der diesjährigen Meisterschaftsrunden fand somit bereits Ende Juli statt, wobei die jeweils aufaddierten Ergebnisse dieser Runden das finale Gesamtresultat dieser Meisterschaften bilden.

Eine besondere Erschwernis für die teilnehmenden Mannschaften, aber auch für alle Trainer und Kampfrichter, zeichnete sich bereits im Vorfeld der diesjährigen Mannschaftsmeisterschaften ab. Aufgrund Verbandsinterner Unstimmigkeiten ergab sich noch eine kurzfristige Änderung der zu turnenden Pflichtübungen. Während das gesamte Wettkampfjahr ursprünglich noch die bekannten Pflichtübungen geturnt werden sollten, wurde kurz vor dem Termin festgelegt die eigentlich erst ab 2016 gültigen neuen Übungen vorzuziehen. Natürlich machte dies eine optimale Vorbereitung in dem verbleibenden Zeitfenster nahezu unmöglich. Abgesehen von neu enthaltenen Elementen, die es erst einmal zu erlernen galt, sorgte diese spontane Änderung grundsätzlich für Verwirrung und fehlende Einprägung der Abläufe und das natürlich besonders – aber nicht ausschließlich – bei den Jüngsten.

Nichtsdestotrotz waren die Gerätturner der TGS Walldorf in diesem Jahr wie bereits im Vorjahr auch mit 5 Mannschaften in verschiedenen Alters- und Schwierigkeitsklassen und stellten somit erneut den Teilnehmerstärksten Verein im Wettbewerb.

Das jüngste TGS-Team startete im Pflichtwettkampf P3-P4 des Jahrgangs 2006 und jünger. Für die Hälfte der Mannschaft war es die erste Teilnahme überhaupt in einem Teamwettbewerb. Auch bestand die Mannschaft mit Björn Schult, Jasper Martin, Toni Nasr, Alexander Menge, Quentin Weiß, Alessio Bronzo und Tim Zelewske aus Nachwuchsturnern der Jahrgänge 2007/2008 und war somit durch die Bank weg jünger als eigentlich ausgeschrieben. Trotzdem erturnte sich die Mannschaft gleich zum Auftakt einen starken zweiten Platz mit nur hauchdünnen 0,2 Punkten Rückstand auf den Erstplatzierten. So war die Motivation natürlich groß, diesen Abstand in der finalen Runde noch aufzuholen. Wenn dies schlussendlich zwar nicht ganz gelang und man in der Endabrechnung auf dem zweiten Treppchenplatz blieb, so durften sich die Jüngsten trotzdem verdienterweise auf Ihre teilwiese erste Silbermedaille freuen.

Die zweitjüngste TGS-Mannschaft war mit Moritz Schönberger, Yacine Boutaoui, Pascal Knoth, Jasper Näbig und Vitus Reichart im Wettkampf ebenfalls für den Jahrgang 2006 und jünger vertreten, jedoch in einer höheren Schwierigkeitsstufe. Wie in den Vorjahren war dieser Wettbewerb heiß umkämpft und bot einiges an Spannung. Nach der ersten Runde ging das Team bereits mit einem knappen Vorsprung in Führung. Eigentlich eine gute Ausgangsposition. Leider war das Glück am finalen Wettkampftag nicht ganz auf Walldorfer Seite. Es wurde noch einmal richtig eng und schlussendlich wurde man auf den letzten Metern noch vom Zweitplatzierten überholt, so dass sich das Team trotz guter Leistungen mit dem zweiten Platz begnügen musste, was zwar eine schöner Erfolg war, allerdings auch ein wenig Enttäuschung, da die Goldmedaille in greifbarer Nähe gewesen war.

Ähnlich erging es auch der mittleren Mannschaft des Jahrgangs 2003 und jünger. Hier starteten Finn Ziegert, Felix Garcia, Lambro Tourkakis, Jonathan Brei, Jiyun Benjamin Lee und Ben Völker. Auch dieses Team begann sehr stark im ersten Wettkampf und übernahm mit einem sehr komfortablen Vorsprung die Führung. Für den zweiten Termin hatte man nun zwar eine gute Ausgangssituation, jedoch war die Mannschaft nicht mehr vollzählig am Start, da mit Lambro Tourkakis ein wesentlicher Leistungsträger fehlte. Anders als beim Einzelwettkampf macht sich ein solcher Sachverhalt im Teamwettbewerb natürlich direkt deutlich bemerkbar, da es hier auf die Leistung jedes einzelnen als Beitrag zur Mannschaftssumme ankommt. Zwar wurde es schlussendlich noch sehr knapp, aber leider schmolz der Vorsprung des ersten Termins ein Tick zu weit zusammen, so dass auch dieses Team am Schluss das Pech auf seiner Seite hatte und mit dem zweiten Platz das Nachsehen hatte, auf den Gaumeistertitel der ganz klar möglich gewesen wäre, wenn das Team in voller Stärke angetreten wäre.

Das zweitälteste Walldorfer Team startete mit Jonathan Reichart, Niclas Pfeiffer, Niklas Velichkov, Noah Voss, Felix Runzheimer und Fabian Prasse im Wettkampf des Jahrgangs 2000 und jünger. Als einziges TGS-Team wurde hier ergänzend zu den klassischen Geräten Boden, Sprung, Reck und Barren ein Pflicht-Sechskampf mit den beiden zusätzlichen Geräten Ringe und Seitpferd geturnt. Das Team zeigte aber nicht nur in den 4 Standarddisziplinen, sondern auch an den beiden Zusatzgeräten starke Leistungen. So konnte die Mannschaft souverän, als Vorjahrestitelverteidiger angetreten, mit dem erneuten Gewinnen des ersten Platzes den Titel des Mannschaftsmeisters verteidigen. Zudem hatte sich die Mannschaft noch ein weiteres Ziel gesetzt, nämlich die erforderliche Qualifikation für die angestrebten Hessischen Meisterschaften im November zu erlangen, welche somit erfolgreich erreicht wurde.

Das älteste Walldorfer Team der Altersklasse 1997 und jünger ging mit den Turnern Leon Guaiana, Ben-Luca Zwilling, Marc Moses, Raphael Ntalios, Jan-Eric Friedmann und Leon Voss an den Start. Mit der meisten Routine aller Walldorfer Starter sicherte dieses Team dann auch mit Platz 1 souverän den zweiten Mannschaftstitel bei den diesjährigen Gaumeisterschaften für die TGS Walldorf. Anders als beim zweitältesten Team liegt der Fokus dieser nicht auf den Hessischen Meisterschaften, sondern es wird sich bereits auf die Titelverteidigung des Deutschen Meistertitels im TurnGruppenWettkampf vorbereitet, was die eigentliche Herausforderung in der zweiten Jahreshälfte sein wird.

Die diesjährigen Mannschaftsmeisterschaften waren mit 2 gewonnenen Meistertiteln und darüber hinaus mit 3 zweiten Plätzen erneut ein erfolgreiches Jahr in der Wettkampfbilanz. Mit den erreichten Leistungen und Platzierungen durften alle Beteiligten zwar zu Recht sehr stolz und zufrieden sein, jedoch konnte man sich nicht ganz von der nicht unrealistischen Einschätzung lösen, dass trotz der eigentlich guten Ergebnisse mehr Potential vorhanden und sogar noch ein besseres Abschneiden möglich gewesen wäre.

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