Respekt – Kein Platz für Rassismus

Der Verein 19. März 2018

Kein Platz für Rassismus
‚Respekt‘

Dieses Schild hängt seit letzter Woche am Eingangstor zum Sportgelände der TGS-Walldorf.
Auch die Turngesellschaft beteiligt sich an der Aktion des Sportkreises Groß-Gerau.

Bei der Begrüßung der zweiten Vorsitzenden des Sportkreises, Petra Scheible, erinnerte Horst Bauer (TGS-Präsident) auch an die Auszeichnung ‚Verein des Respekts‘ durch den Landessportbund Hessen. Burkhard Ziegler, erster Stadtrat, bedankte sich bei der TGS für den Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Doppelstadt.

Petra Scheible, als offizielle Vertreterin des Sportkreises, freute sich, dass auch die TGS der Rassismus-Aktion beigetreten ist. Sie lobte den Beitrag der TGS für die Hilfe bei der Aufnahme der Flüchtlinge in der Sportgemeinschaft. In vielen Fällen ist die Integration dieser Flüchtlinge gut fortgeschritten. Als Beispiel sei genannt, dass ein Flüchtlingspaar sich kurz nach dem Eintreffen in Walldorf der TGS angeschlossen hat und zwischenzeitlich beide eine deutsche Übungsleiter-Lizenz besitzen und als Übungsleiter, hauptsächlich im Jugendsport beim Verein tätig sind.

Klaus Heyer, Sportcoach der Stadt Mörfelden-Walldorf, bestätigte, dass ihm seit 2016 gelungen ist, viele Menschen aus anderen Ländern die bei uns um Aufnahme nachgefragt haben, in die Sportvereine zu vermitteln. Hierbei sei die TGS ein verlässlicher Kooperationspartner. Der Verein arbeitet eng mit ihm und dem städt. Integrationsbüro unter Leitung von Anette Keim zusammen. Heyer informierte, dass von über 600 Flüchtlinge die in der Stadt geblieben sind, über 25 % auch Mitglied in einem der örtlichen Sportvereine sind. Über 85 dieser Leute trainieren, anfangs kostenlos, später zu reduzierten Kosten bei der TGS.

Horst Bauer lobte das weltoffene und tolerante Selbstverständnis der Sportler insgesamt und innerhalb der TGS. Wir haben schon seit Jahren eine bunt gemischte Mitgliederstruktur mit Zugezogenen, Migranten und Asylbewerbern, mit denen wir im Normalfall einen guten sozialen Kontakt pflegen. Wir akzeptieren, so Bauer, die Herkunft, die religiöse Ausrichtung, die Hautfarbe genauso wie die privaten Gebräuche der neuen Mitglieder. Wir versuchen, die Integration so einfach wie möglich zu machen. Mit unseren Projekten in diese Richtung haben wir Aufmerksamkeit erreicht. Mit dem Schild am Eingangstor wollen wir ein weiteres Zeichen setzen.